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Pflegen & Auswählen

Möbelgriffe und vorhandene Bohrabstände

Neue Möbelgriffe lassen sich ohne zusätzliche Bohrungen einsetzen, wenn die Befestigung zu den vorhandenen Fronten passt. Dafür zählen der Abstand der Bohrungen, die Stärke der Front und der freie Raum um den Griff. Die sichtbare Gesamtlänge allein reicht zur Auswahl nicht aus.

Möbelgriffe mit Befestigungsschrauben
KI-generierte Illustration

Von Bohrungsmitte zu Bohrungsmitte messen

Nehmen Sie zunächst einen Griff vorsichtig ab und halten Sie ihn dabei von außen fest. Bewahren Sie seine Schrauben zusammen auf und fotografieren Sie den ursprünglichen Aufbau. Messen Sie anschließend den Abstand zwischen den Mittelpunkten der Befestigungsbohrungen. Zwei Griffe mit identischem Bohrabstand können unterschiedlich weit über diese Punkte hinausragen.

Notieren Sie den gemessenen Wert in derselben Einheit wie die Produktzeichnung, ohne ihn auf eine vertraute Größe zu runden. Bereits erweiterte, schiefe oder nachträglich versetzte Löcher können ein zusätzliches Problem verdecken. Der neue Griff sollte nicht seitlich verspannt werden müssen, damit die Schrauben greifen. Bestellen oder prüfen Sie deshalb zuerst ein einzelnes Exemplar, bevor Sie alle Möbel damit ausstatten.

Handfreiheit und benachbarte Fronten

Der Überstand beschreibt, wie weit der Griff vor der Front liegt. Zusätzlich ist der freie Raum hinter der Griffstange wichtig. Ein flaches Modell wirkt zurückhaltend, lässt aber möglicherweise wenig Platz für die Finger. Lange offene Enden können in einem engen Durchgang an Kleidung hängen bleiben. Vergleichen Sie deshalb auch die Form der Endstücke.

Öffnen Sie benachbarte Türen und Schubladen vollständig. An einer Innenecke treffen gegenüberliegende Griffe unter Umständen aufeinander, bevor die Tür ausreichend weit geöffnet ist. Prüfen Sie außerdem nahe Wände und Geräte. Eine ausgeschnittene Pappkontur kann den vorgesehenen Überstand veranschaulichen. Sie hilft bei offensichtlichen Kollisionen, ersetzt jedoch nicht das Ausprobieren der eigentlichen Handhabung.

Schraubenlänge und Gewinde zuordnen

Messen Sie die gesamte Materialstärke, durch die die Schraube geführt wird, einschließlich einer dahinterliegenden zusätzlichen Platte. Eine Schubladenfront kann anders aufgebaut sein als die Schranktür daneben. Verwenden Sie das vom Griffhersteller vorgesehene Gewinde und eine zum Aufbau passende Schraubenlänge. Ein ähnlich aussehender Schraubenkopf ist kein Nachweis für ein passendes Gewinde.

Die Schraube muss wie vorgesehen greifen, ohne schon am Gewindeende anzustoßen, bevor der Griff fest anliegt. Beachten Sie die Montageangaben und versuchen Sie nicht, unpassende Teile durch stärkeres Anziehen zusammenzubringen. Bleibt der Griff locker oder steht er schief, prüfen Sie Befestigung und Auflagefläche. Legen Sie kleine Schrauben während der Arbeit in eine Schale statt lose an die Tischkante.

Erst einen Griff im Alltag beurteilen

Benutzen Sie die erste umgerüstete Tür oder Schublade bei gewöhnlichen Tätigkeiten. Wischen Sie um den Griff herum und prüfen Sie, ob sich die Front auch mit einem Handtuch in der Hand gut öffnen lässt. Eine kleinere Auflagefläche kann alte Druckstellen oder Farbunterschiede sichtbar lassen; das lässt sich am einzelnen Muster früh erkennen.

Vergleichen Sie Oberflächen im Licht des betreffenden Raumes. Bezeichnungen wie gebürstetes Metall oder warmes Messing garantieren zwischen verschiedenen Herstellern keinen gleichen Farbton. Notieren Sie die genaue Modellbezeichnung und behalten Sie gegebenenfalls einen passenden Ersatzgriff. Noch brauchbare alte Beschläge sollten erst aussortiert werden, wenn die neue Ausstattung an sämtlichen Fronten geprüft wurde.

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